Elektro Bikes

Themen die sonst nirgendwo rein passen.

Re: Elektro Bikes

Beitragvon Udo-MH » 05.03.2019, 22:24

Also mit Akkumulatoren ist das völlig richtig. Die Brennstoffzelle ist in meinen augen die reale Zukunft. Ja ich weiss das Platin auch endlich ist, aber hier findet sich bestimmt Ersatz. Hier wird leider in Punkto Solarstrom-Wasserstofferzeugung viel zu wenig getan. Kia zeigt das es geht. Die Tankstellen sind hier (genaiso wir bei den Akkus) das Problem.

Wenn wir von etwas genug haben dann ist es Wasserstoff. Die netto Ökobilanz der Brennstoffzelle ist tadellos bis auf die Art wie der Wassterstoff erzeugt wird. Hier ein lesenswerter Link.

Irgendwann kommt man an einem guten E-Auto nicht vorbei. Ob Brennstoffzelle oder Akku sei mal dahingestellt. ber bei Moped gehts mir wie vielen. Da ist E-Antrieb fürn Popo!

Aber jeder hat so seine Meinungen. Mich würde z.B. mal interessieren wieviel Kg Co2 die fetten Luxusdampfer auf die viele so stehen bei einer 14 tägigen Kreuzfahrt in die Luft ballern. Das auch nur so zum Vergügen.

Lieben Gruß,
Udo
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Re: Elektro Bikes

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Re: Elektro Bikes

Beitragvon eisi » 05.03.2019, 23:08

scaltbrok hat geschrieben:Elektromobilität kann niemals die jetzige ersetzen!
1. es gibt auf der welt nicht genug lithium um alle verbrenner zu ersetzen
2. selbst wenn alle auf elektro umsteigen könnten reicht unsere infrastruktur nicht aus! Damit meine ich jetzt keine tankstellen, selbst zuhause kann ich kein auto schnell laden. Wenn man ein Einfamilienhaus hat kann man noch glück haben, in einem Mehrfamilienhaus (mit sagen wir mal 6 Einheiten) kann immer maximal einer schnell laden, der rest dann garnicht oder langsam.
3. da die meisten fahrzeuge über nacht geladen werden, müssen wieder mehr atom bzw. Kohlekraftwerke ans netz, nachts gibts halt selten solarstrom.

Aber nochmal, selbst wenn genug strom da wäre, könnte dieser nicht über die vorhandenen leitungen bereitgestellt werden, diese sind schlicht zu klein dimensioniert.


Klar gibt es da einiges an Arbeit damit wir genuegend Strom haben um komplett auf E-Autos umzusteigen aber zu behaupten dass das niemals moeglich waere... sorry aber jetz haett ich schon fast was fieses gesagt :)

1. In den existierenden Minen gibt es ca 16M Tonnen Li. Zusammen in den relativ leicht zu erreichenden Vorkomnissen gibt es ueber 50M Tonnen. Selbst ein Tesla mit vergleichsweiser grosser Batterie braucht ca. 10kg Li. Damit kann man 5 Milliarden Teslas hin stellen und da haben wir nichtmal neue Vorkomnisse gesucht. Achja, und reden wir mal garnicht erst ueber die 240 Milliarden Tonnen! Li im Meer. Da kannste alle Autos komplett aus Li bauen :) Oh und sollte irgendwie komischerweise das Li mal ausgehn, dann baun wir halt Batterien aus anderen Stoffen, die gibt es auch schon.

2. Normalerweise kommt an eine Wohnung Dreiphasig 63A und 230V. Und ja, das kann jede Wohnung ziehen, auch wenn 50 Wohnungen in einem Hochhaus sind. Das sind umgerechnet Pi mal Daumen 25kW. Eine "Wallbox" zum laden von einem E-Auto nimmt normalerweise 32A bei 400V was ca 22kW entspricht. Und bei gaengigen E-Autos is der Akku ca 20-40kWh gross. Kann man sich einfach ausrechnen wie lang das laden dann dauert. Die 400V/32A sind nichts neues, denn dein Ofen/Herd wird wahrscheinlich so einen Anschluss haben. Keiner sagt den Leuten in einem Mehrfamilienhaus dass nur einer gleichzeitig kochen darf.

3. Nachts gibt es aber immernoch Wind und ausserdem kann man Strom der Tags ueber generiert wurde auch speichern - zB durch Wasser aufn Berg pumpen oder neuer: geschmolzenes Salz. Wenn der politische Wille existieren wuerde, dann koennte Deutschland locker 100% erneuerbare Energie haben. Oesterreich dank ihrer vielen Berge sind bei 98% Strom durch Wasserkraft btw. Wir sollten eigentlich ein sehr starkes Interesse daran haben mal vom Benzin weg zu kommen dann von den Arabern, Russen oder USA abhaengig sein find ich nich so prickelnd.


Also, es steht dem Umstieg auf Elektroautos nicht wirklich etwas im Wege. Und ich bin mir sicher dass wir einen riesen Umstieg in den naechsten zwei Jahrzaehnten sehen werden. Das ist jedem Autohersteller mitlerweile klar weswegen sie alle E-Modelle entwickeln. Das groesste Problem zZ sind die geringen Reichweiten aber da bin ich auch noch guter Dinge dass da gute Vorschritte gemacht werden.
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Re: Elektro Bikes

Beitragvon Steini__22 » 06.03.2019, 00:18

Ganz groooßes Thema -ich oute mich mal bevor die Nudeln fertig sind arbroller

TOYOTA hat schon seid längerem die Brennstoffzelle:

https://www.toyota.de/automobile/mirai/index.json

Akku - Silizum - Reichweite - alles Themen die die Gegener -und unsere Verbrennungsindustrie- nieder reden.

Die solare Wasserstofftechnologie - da habe ich schon vor 28 Jahren referiert!

Sonne - Wind alles gut -was fehlt ist ein potentieller Energieträger! Also Energie die auch da ist wenn der Wind nicht weht und die Sone nicht scheint:
Also mal ganz kurz:
über Sonne und Wind wird über die Elektrolyse Wasser in Wasserstoff und sauerstoff getrennt.
https://www.ebay.de/itm/Elektrolyse-Wasser-Hydro-Generator-Aufheizverfahren-Prinzip-Wissenschaftlich-/223336049978
somit hat man einen potentiellen Energieträger.
Wird dann elektrishe Energie benötigt wird über die Brennstoffzelle beides wieder zusammengeführt und man hatt Strom!

Wie gesagt - das gibts schon lange und vor 35 Jahren hab ich da schon refariert:

Solare Wasserstofftechnologie

In der Wüste gibt es Sonne ohne Ende -hier wird über Solarzellen Wasser in Wasserstoff un Sauerstoffgetrennt:

H2 O2

Dann wird das ganze per Pipeline oder shipping in den norden transportiert - und über die Brennstoffzelle gibt es dan Strom.

Pilotprojekte "energieen" sich völlig autark! Tagsüber wird über die PV-Anlage Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff getrennt -in den Abendstunden wenn Energie benötigt wird wird über die Brennstoffzelle beides wieder zuammen geführt und die Frau kan "Romanze-TV" schauen ! ThumbUP

Apollo 13 ist damit zum Mond geflogen! Und bei CONRAD Elektronik kann man die Brennstoffzelle seid 20 Jahren kaufen

https://www.conrad.de/de/experimentier-set-horizon-brennstoffzellen-power-set-fcjj-16-ab-12-jahre-198061.html

Fazit: technisch geht alles! es scheitert an der Marktpolitik und Verbraucherentscheidungen.

Interesting diese Tage GENF Autosalon:
einbe startup-firmwa EGO
https://www.focus.de/auto/videos/erste-fahrt-im-e-go-life-nur-12-000-euro-deutschlands-guenstigstes-elektroauto-im-ersten-check_id_7571244.html
und der VW-Konzern nimmt es als "Grundbaukasten"

Also der Thomsen hat schon Recht!
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Re: Elektro Bikes

Beitragvon Steini__22 » 06.03.2019, 00:22

zu Thomsen:
https://www.youtube.com/watch?v=JHUzfw24oCk

"wenn die neue Technologie besser ist als die alte und bezahlbar: Tipping-Point

Bsp: Flach-TV, digitale Photografie

-> und da sind wir jetzt: das EGO-Auto kostet wie der smart und fährt genau so weit!
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Re: Elektro Bikes

Beitragvon Udo-MH » 06.03.2019, 01:19

eisi hat geschrieben:2. Normalerweise kommt an eine Wohnung Dreiphasig 63A und 230V. Und ja, das kann jede Wohnung ziehen, auch wenn 50 Wohnungen in einem Hochhaus sind. Das sind umgerechnet Pi mal Daumen 25kW. Eine "Wallbox" zum laden von einem E-Auto nimmt normalerweise 32A bei 400V was ca 22kW entspricht. Und bei gaengigen E-Autos is der Akku ca 20-40kWh gross. Kann man sich einfach ausrechnen wie lang das laden dann dauert. Die 400V/32A sind nichts neues, denn dein Ofen/Herd wird wahrscheinlich so einen Anschluss haben. Keiner sagt den Leuten in einem Mehrfamilienhaus dass nur einer gleichzeitig kochen darf.


Das kann man so nicht stehen lassen. Für 3 x 63A á 230V sind besondere Anforderungen pro EFH vorausgesetzt. Heizung oder Warmwassererzeugung mittels Strom. Ein Hochaus hat eh ein riesen Problem 50 Supercharger hinzustellen. Das wurde auch schon reichlich in der Fach-Presse diskutiert. In unserem EFH Baujahr 2008 kommen 3 x 32A 230V an. Wir heizen und wärmen das Wasser mit Gas. Jetzt mal eben 32A 400V in die Garage legen würde bei uns eventuell sogar noch gehen. Aber den Tesla laden und dann noch eine Kochplatte anmachen kannst du getrost knicken. Denn der Lader zieht auch die Leistung du du ihm gibst. Warscheinlich muss das aber dann eh gedrosselt werden oder der Sicherungsautomaten in der Hauszuleitug mit trägem Auslösecharakter.

Bin kein Elektroingenieur aber ein bisschen verstehe ich schon davon. Habe einige 400V Maschinen im Keller. Alle einzeln mit 16A abgesichert. Mehr gibt unsere UV nicht her.

Also so mit Ampere für die Allgemeinheit in jedem Haushalt rumzuschmeissen ist witzig. Die wenigsten können das Potential der Supercharger oder Schnelladefunktion zuhause in Anspruch nehmen.

eisi hat geschrieben:3. Nachts gibt es aber immernoch Wind und ausserdem kann man Strom der Tags ueber generiert wurde auch speichern - zB durch Wasser aufn Berg pumpen oder neuer: geschmolzenes Salz. Wenn der politische Wille existieren wuerde, dann koennte Deutschland locker 100% erneuerbare Energie haben. Oesterreich dank ihrer vielen Berge sind bei 98% Strom durch Wasserkraft btw. Wir sollten eigentlich ein sehr starkes Interesse daran haben mal vom Benzin weg zu kommen dann von den Arabern, Russen oder USA abhaengig sein find ich nich so prickelnd.


Das Speichern von Solarstrom auf deinem Dach musst du selbst organisieren oder einen Vertrag mit deinem Stromanbieter schliessen das er es für dich tut. Beispiel du lieferst tagsüber und bekommst stand heute ca, 12 cent (yello Mülheim Ruhr) für die kW/h wenn du aber eine kW/h beziehst kostet es dich stand heute ca. 25 cent (yello Mülheim Ruhr). Also zahlst du für die Speicherung pro kW/h 13 cent wenn du deinen Strom nicht selbst vor Ort speichern kannst. Das ist ein geiles Geschäft für die Stromkonzerne. Die bekommen nemlich noch ca. 6,5 cent EEG Umlagedie sie auf die Strompreise draufschlagen dürfen um Solarstrom zu fördern. Wir zahlen also ALLE für etwas was wir auch noch zusätzlich bezahlen müssen und geben das Produkt Strom an die Versorger ab die dann damit an der Strombörse handeln können - ein Schelm wer böses dabei denkt. Denn da wird auch [url]Graustrom[/url] gehandelt.

eisi hat geschrieben:Also, es steht dem Umstieg auf Elektroautos nicht wirklich etwas im Wege. Und ich bin mir sicher dass wir einen riesen Umstieg in den naechsten zwei Jahrzaehnten sehen werden. Das ist jedem Autohersteller mitlerweile klar weswegen sie alle E-Modelle entwickeln. Das groesste Problem zZ sind die geringen Reichweiten aber da bin ich auch noch guter Dinge dass da gute Vorschritte gemacht werden.


Oh da fallen mir spontan einige Punkte ein die noch volle Pulle im Wege stehen.

Angenommen wir hätten einen E-Auto Anteil von 20% Stand 2014. Das wären ca 8.5 Mio Autos im Strassenversehr stand 2014 mit ca. 43 Mio zugelassenen PKW in DE (Pendler aus den Nachbarstaaten nicht mitgerechnet).

Die Ladestellen-Netzdichte ist damit noch nicht erledigt.
Die Normierung Herstellerübergreifend ist auch noch in den Kinderschuhen.
Was ist in Ballungsräumen. Viele werden das Schnelladen nicht in Anspruch nehmen da es extra kostet.
Was passiert im Urlaubsverkehr auf den Autobahnen. Da ist die Prügelei um die Ladestation vorprogrammiert.
Was ist mit der "Umerziehung" der Fussgänger? Ein E-Auto im Stadtverkehr hörst du bei guten Reifen so gut wie nicht mehr annahen.
Angsttanker (gibt es heute schon) die Ladesäulen blockieren obwohl das Auto weitaus weiter fährt als er es bis zum nächsten geplanten Ladestopp muss.

Da ist noch einiges weiteres was in der Industrie und um Güterverkehr komplett vernachlässigt wird. Am Ende zahlt es eh der Verbraucher.

Ich will dir nicht widersprechen dass in den nächsten 20 Jahren ein große Veränderung stattfinden wird. Ich will ess auch nicht schwarzmahlen aber günstig und problemlos wird es sicherlich nicht.

In diesem Sinne, gute Nacht ;)

Udo
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Re: Elektro Bikes

Beitragvon scaltbrok » 06.03.2019, 06:06

Muss @eisi auch ganz klar widersprechen!

In einem Hochhaus werden gleichzeitigkeitsfaktoren eingerechnet! Und ein Herd zieht so gut wie nie 32A, nur wenn du alle Platten gleichzeitig anhast, wie oft kommt das vor? Alle 4 Wochen wenn man die Familie eingeladen hat am Sonntag??

Ich weiß nicht wo du wohnst, aber mit 63A ist fast keine Wohung oder Haus abgesichert. Mein EFH zb mit 50A. Eine Wohnung in einem MFH Sicherlich nur mit 32A oder 40A.
Mit solchen Sicherungen werden übrigens nur die Leitungen vor Überlast geschützt! Das heisst nur weil dort 40A drauf steht, heisst es ja nicht das 40A vom Anbieter rauskommen! Thema „Strom kommt aus der Steckdose“.

Witzig finde ich wie jemand von 3x 230V sprechen kann und dann zwischendurch noch was von 400V faselt und dann mir etwas über den Strom in Deutschland erklären will!
Btw., 3x 230V sind 400V. Phase gegen Phase gemessen sind 400V.

In einem Aktuell von uns gebauten Projekt mit ca 200 Wohnungen sind genau 4x 22KW möglich, zusätzslich dazu 7x 11 KW. Wie sollen dort jetzt 200 Autos geladen werden?

Daher sage ich nochmal, selbst wenn alle Elektrofahrzeuge hätten, diese könnten aufgrund unserer Infrastruktur einfach nicht geladen werden!


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Beitragvon Norbert-W » 06.03.2019, 06:33

Wir haben seit 2014 einen i3. Wir haben auch ein Solardach, mit dessen Strom wird der i3 oft geladen.
Der i3 macht wirklich Spaß zu fahren, beschleunigt gewaltig. Mit Strom vom Dach ist das Fahren sehr günstig und die Ökobilanz ist so auch nicht schlecht, denke ich.

Schön wäre es, wenn Elektroautos den geladenen Solarstrom wieder ins Hausnetz einspeisen könnten, z.B. in der Nacht. So würde man Hausspeicher sparen. Davon hat man schon oft gelesen, die gängigen Elektroautos können das aber nicht, soweit ich weiß.

Vielleicht gibts künftig Ladestationen, z.B. bei den großen Freiland-Solaranlagen, wenn die aus der 20 jährigen Vergütung raus sind. Das wäre sicher eine günstige und saubere Möglichkeit, Elektroautos zu laden.

Aber aus meiner Sicht sind Elektroautos bis jetzt nur als Zweitwagen sinnvoll. Sobald man etwas längere Strecken damit fährt, und die auch noch schnell, sind die Akkus ruck zuck leer, auch bei den Teslas. Zwischenladen dauert zu lange und immer öfter sind die öffentlichen Lader auch noch besetzt oder funktionieren nicht. Dann steht man da, Feierabend.

Und Elektroautos mit großem Akku sind mir auch zu schwer, ich möchte keinen 2,5 Tonnenbomber fahren. Schaut euch mal Videos an, wo z.B. Teslas auf der Nordschleife fahen :mrgreen:
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Re: Elektro Bikes

Beitragvon saber-rider1 » 06.03.2019, 07:22

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Re: Elektro Bikes

Beitragvon scaltbrok » 06.03.2019, 09:25

@ norbert-w

Und wie willst du dann morgens mit deinem eauto los fahren wenn du den akku über nacht von deinem haus hast leersaugen lassen?

Für mich ein nicht zielführendes prinzip, völlig an der realität vorbei.


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Re: Elektro Bikes

Beitragvon Martin-Bike » 06.03.2019, 09:57

.... tagsüber mit Solarstrom ist ja Toll ,
Die meisten werden allerdings zur Arbeit fahren müssen, um sich ein Auto hinstellen zu können, ob die das Heimische Dach welches zum Laden benötigt wird dann auch mitnehmen ??? arbroller arbroller arbroller
nur wer weis was er tut, kann machen was er will !!
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Re: Elektro Bikes

Beitragvon Norbert-W » 06.03.2019, 11:05

Der Stromverbrauch in der Nacht saugt den Akku des Elektroautos nicht leer.

Der aktuelle i3 hat einen 40 kWh Akku. Haus-Stromverbrauch ist bei uns max. 20 kWh am Tag.
Wenn der Akku vom Elektroauto als Puffer dient, Strom liefert, wenn die PV-Anlage den derzeitigen Verbrauch nicht deckt, dann ziehe ich so gut wie keinen Strom mehr aus dem Netz und kann immer noch mit dem Elektroauto fahren.
Das wär schon eine gute Sache.

Unser Betriebsgebäude hat auch ein PV-Dach, wenn ich bei der Arbeit bin, nuckelt das Elektroauto Solarstrom.
Abends haben wir Zuhause den meisten Stromverbrauch, da könnte das Auto schön als Pufferspeicher dienen.
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Re: Elektro Bikes

Beitragvon scaltbrok » 06.03.2019, 13:54

Norbert-W hat geschrieben:Der Stromverbrauch in der Nacht saugt den Akku des Elektroautos nicht leer.

Der aktuelle i3 hat einen 40 kWh Akku. Haus-Stromverbrauch ist bei uns max. 20 kWh am Tag.
Wenn der Akku vom Elektroauto als Puffer dient, Strom liefert, wenn die PV-Anlage den derzeitigen Verbrauch nicht deckt, dann ziehe ich so gut wie keinen Strom mehr aus dem Netz und kann immer noch mit dem Elektroauto fahren.
Das wär schon eine gute Sache.

Unser Betriebsgebäude hat auch ein PV-Dach, wenn ich bei der Arbeit bin, nuckelt das Elektroauto Solarstrom.
Abends haben wir Zuhause den meisten Stromverbrauch, da könnte das Auto schön als Pufferspeicher dienen.


Ok das hört sich dann natürlich svhon besser an. Was machst du dann mit deinem geldwerten vorteil wenn du strom aus der firma beziehst um damit dein haus zu füttern? [emoji23][emoji23]


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Re: Elektro Bikes

Beitragvon eisi » 06.03.2019, 16:06

Udo: ich denke nicht dass wir uns widersprechen. Du hast schon recht, es kann nich jeder sich so nen Schnellader in die Garage packen und dann is alles paletti. Aber was ich sagen wollte ist dass es mit ueberschaubarem Aufwand durchaus moeglich ist. Es ist genug Strom da, Lithium geht nicht aus und auch das mit dem Stromspeichern was noch zu teuer ist (zB Batterien im Haus tagsueber laden) kann geloest werden. Es steht nichts Technisch im weg das ganze zu realisieren. Der politische Wille muss aber vorhanden sein und speziell wir Deutschen mit unserer grossen Autoindustrie haben erstmal ein starkes Interesse dass unsere Hersteller genuegend Zeit fuer den Umstieg haben. Ist auch OK so.

[quote=scaitbrok]Witzig finde ich wie jemand von 3x 230V sprechen kann und dann zwischendurch noch was von 400V faselt und dann mir etwas über den Strom in Deutschland erklären will![/quote]

Was is daran witzig? Ins Haus kommt dreiphasig 230V Wechselstrom und wird dann vom Lader in 400V Gleichstrom umgewandelt. Es ging darum dass so ein Lader ca. soviel braucht wie der Maximalverbrauch einer Wohnung ausgelegt ist. Im gegensatz zu "Oh nein, wir muessen hier die ganze Infrastruktur wechseln!!!11elf"

Und in einem 200 Wohnungsblock wird auch nich jeder gleichzeitig sein Auto schnell-laden. Die meisten Leute machen das dann ueber Nacht und da kann das gerne mal 10 Stunden dauern. Braucht dann entsprechend weniger Ampere.

Es ist sicherlich moeglich den Stromverbrauch in der Wohnung gegenueber der Garage zu priorisieren, da muss ein bisl umgebaut werden aber Hexenkunst ist es nicht.


Also um es nochmal klar zu formulieren: Zur Zeit sind E-Autos fuer die meisten noch zu unpraktisch und es gibt Huerden die wir als Gesellschaft ueberwinden muessen damit das alles grossflaechig ausgerollt werden kann. Aber es ist definitiv moeglich und wir gehen dabei nicht pleite.

Wenn ich jetz den Kommentar wegen geldwerten Vorteil lese... da versuchst du doch nur irgendwas zu finden um es madig zu machen oder? Also mal ehrlich jetz :)


Ich verbringe viel Zeit im Ausland. Zum teil in Gebieten da gibt es keine verlaessliche Strom- oder Wasserversorgung. Wenn ich dann hier zum Vergleich ein paar Kabel und Sicherungen auswechseln muss und dadurch von Benzin auf Elektro umsteigen kann dann ist das fuer mich eine super Gelegenheit.

Um mal bisl wieder zum Thema zurueck zu kommen: E-Bikes find ich Klangtechnisch unangenehm. Ich mag dieses Surren nicht. Selber schalten find ich auch super. Aber ich kann mir schon gut vor stellen dass so ein riesen Drehmoment maechtig Spass machen kann. Also ausprobieren wuerd ich schonmal gern aber ich wuerd mir jetz keins wuenschen. PKWs, Lastwagen etc koennen von mir aus alle umgestellt werden sobald es Sinn macht.
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Re: Elektro Bikes

Beitragvon Norbert-W » 06.03.2019, 18:14

scaltbrok hat geschrieben: Was machst du dann mit deinem geldwerten vorteil wenn du strom aus der firma beziehst um damit dein haus zu füttern?


Geht ja nicht, aber schön wärs schon :mrgreen:
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Re: Elektro Bikes

Beitragvon Udo-MH » 06.03.2019, 20:05

eisi hat geschrieben:Udo: ich denke nicht dass wir uns widersprechen. Du hast schon recht, es kann nich jeder sich so nen Schnellader in die Garage packen und dann is alles paletti. Aber was ich sagen wollte ist dass es mit ueberschaubarem Aufwand durchaus moeglich ist. Es ist genug Strom da, Lithium geht nicht aus und auch das mit dem Stromspeichern was noch zu teuer ist (zB Batterien im Haus tagsueber laden) kann geloest werden. Es steht nichts Technisch im weg das ganze zu realisieren. Der politische Wille muss aber vorhanden sein und speziell wir Deutschen mit unserer grossen Autoindustrie haben erstmal ein starkes Interesse dass unsere Hersteller genuegend Zeit fuer den Umstieg haben. Ist auch OK so.


Naja was die Stromversorgung von EFH vor 2012 angeht, wurde überhaupt nicht daran gedacht solche Stomstärken in den Hauszuleitungen zu transportieren/bereitzustellen.

Mal ein Beispiel. Der Supercharger von Tesla bietet seit ca. 2013 eine Ladeleistung von 120kW. Bei einer Aufnahme von 400V (am Eingang wohlgemerkt, dazu später mehr) soll eine Batterie z.B. des Tesla Roadster aufgeladen werden.

Die Roaster Batterie besteht aus 18650er Zellen. Hab auch 4 davon zuhause für meine E-Zigarette. Der Pack ist aber "etwas größer":

"69 Zellen parallel zu einem Block verdrahtet. Neun Blöcke sind je Lage in Reihe geschaltet und zu elf Lagen in das Satzgehäuse eingefügt. Insgesamt besteht ein Satz aus 6.831 Zellen"

Quelle: Wikipedia

So jetzt erstmal die Parameter einer mittelteuren Sony Konion US18650 VTC6 (Ich habe nicht die im Original verbauten bei der Rechnung verwendet, weil wir ja über die Gegenwart reden. Die Zellen sind nun 2018 "state of the art"):

3120mAh Kapazität
3,75V Nennspannung
4,20V Ladeschlusspannung
5A Maximaler Ladestom ca. 1,6C
3A Emfohlen ca. 1C
30A Maximaler Dauerentladestrom (TG 80°C) ca. 10C

Jetzt rechnen wir mal den Roadster Akku aus. Diese Bauweise nennt sich auch 9S69P11p

69 Zellen x 3,12Ah = 215Ah Ein Block hat also 3,75V und 215 Ah
3,75V x 9 Blöcke = 33,75V mit 215 Ah
215Ah x 11 Lagen (alsp nochmal parallel so hab ich es verstanden) = 2.365 Ah mit 33,75V Als Batterie-Paket

Nun wollen wir den auch noch laden. Also mal die Ladeleistung für normales Laden. 2.365A bei 33,75V ! Wie bekommen wir die zusammen? Ich weiss es nicht! Denn da steigt mein Wissen aus. Es gibt bestimmt Formeln aber das kann ja wer will machen. Das Ladegerät muss jedenfalls

33,75V mit einer Kapazität von 2375 A bereitstellen (hüstel) Dazu wird dann 400V Wechselstrom in Gleichstrom gewandelt und die Amperezal daran angepasst. Oder so ähnlich.

2375A/(400V/33,75) vielleicht? =
2375 / 11,85 = 200 A scratch ????

Also ich weiss nicht ob das korrekt ist. Es gibt auch noch Verluste beim Runtertransformieren (StepDown) etc. pp. Aber mit einem Hausanschluss kannste das mal getrost knicken. Langsameres Laden ist hiermit nicht gemeint. Wir reden hier aber auch nicht über ein paar Minuten ber der Kapazität.


eisi hat geschrieben:Was is daran witzig? Ins Haus kommt dreiphasig 230V Wechselstrom und wird dann vom Lader in 400V Gleichstrom umgewandelt. Es ging darum dass so ein Lader ca. soviel braucht wie der Maximalverbrauch einer Wohnung ausgelegt ist.


Siehe oben ist das nicht richtig. 400V Gleichstrom mit 32A sind für eine 1C Ladung von 2375A nicht ausreichend. Die Formel P = U · I ergibt eine Leistung des Akkus von 33,75V*2375A=80kW Der Roadster von Tesla hatte seinerzeit nur glaube 56kW.

Aber mal sehen was dien Fachmann (Elektroingenieur, Meister etc. pp.) dazu sagt.

In 10 Stunden bekommt man den bestimmt aufgeladen. Aber wer will schon unterwegs oder auch zu Hause so lange laden. Es geht übrigens ein nicht unerheblicher Teil der Ladezeit dabei drauf die Zellen 6831 an der Zahl zu balancieren. Das ist schon eine echte elekronische Herausforderung an sich die aber wohl gemeistert wurde.

Über Rekuperation lassen sich eigentlich alle Hersteller nicht so recht aus oder? Das bringt auch einiges wieder rein zum Beispiel in Dabbejuw-Upper-Valley. arbroller

Ich bin gespannt wie es weitergeht mit dem ganzen kram.

Lieben Gruß,
Udo
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