https://www.youtube.com/watch?v=g76jmcDg5OM
Es sind nicht Zahnräder, die Wechseln, sondern nur die Nocken welche seitlich an den Zahnrädern sind. Zahnräder laufen immer alle. Ist auch ein sequentielles Getriebe OHNE Synchronisation wie beim Auto. Mit der Schaltgabel wird nur die Welle mit den Zahnrädern verschoben. Damit das schön greift, sollten beide Wellen dieselbe Geschwindigkeit haben. Dann gibt es keine Geräusche und somit kaum Verschleiss. Das erreicht man mit Gasanpassung, bzw. Zündunterbrechung. Heisst die müssen lastfrei sein. Runterschalten ist immer viel heikler wie hochschalten. Daher gabs früher auch nur QS, heisst nur kupplungsloses Hochschalten und Blipper zum Runterschalten gabs früher nicht. War bei der K1300 so. Später kam dann der Blipper auch zum Runterschalten. Jeder spürt es sofort, Hochschalten geht mit viel weniger Kraftaufwand und Runterschalten braucht es wesentlich mehr Druck auf den Schalthebel, begleitet auch von einem höheren Geräusch. Dort leidet das Getriebe. Das ist bei der S1000 auch der Fall. Hoch butterweich ohne Widerstand im Schalthebel eigentlich bei jeder Drehzahl, runter muss man dann schon mit Schmackes drauf treten. So verschleissen die Nocken an der Seite der Zahnräder und die Schaltgabel. Hab schon Nocken seitlich gesehen, die praktisch weg waren oder zur Hälfte weg. Heisst Getrieberevision! Oder wie oben erwähnt, Schaltgabel die verbogen und massiv angeschliffen waren. Auch Getrieberevision.
Daher schalte ich die S1000 hoch immer mit QS, geht bei der 1000er besser wie mit Kupplung und runter bei normaler Fahrweise nur mit Kupplung. Nur mal eilig Pass runter nutze ich Blipper, um schnell vor der Kurve 2 Gänge runter zu steppen.
Viele schalten das Motorrad-Getriebe auch falsch und leider wird das nie richtig gelernt, auch nicht in der Fahrschule. Viele schalten es wie beim Auto mit Synchronisation. Heisst beim Hochschalten Kupplung voll ziehen, einen Moment warten und Gang rein. Ja das ist korrekt beim Auto und schont die Synchronisationsringe, aber beim Motorrad völlig falsch, da durch das Warten die 2. Welle so abgebremst wird und die Nocken so einen grossen Drehzahlunterschied haben. Gibt dann eben das sehr laute Schaltgeräusch, wenn sie greifen.
Richtig wäre, Kupplung immer nur 1- max 2cm ziehen, nie ganz. Gleichzeitig schnell und relativ kräftig schalten und gleichzeitig das Gas anpassen. Muss alles in weniger als einer halben Sekunde gehen. Runter genau gleich, auch Kupplung nur ganz wenig ziehen, gleichzeitig Zwischengasstoss, damit die Geschwindigkeit der Wellen angeglichen wird und schalten. Das geht auch blitzschnell. Braucht etwas Übung. Belohnt wird man mit ruckfreien Schaltvorgängen und meistens auch geräuschlosen. Schont so auch die Ruckdämpfer und halten dann praktisch ewig und Verschleiss am geringsten.
Leider sieht man auch bei Youtube-Videos, dass viele komplett falsch schalten. Das schlimmste was ich dort je gesehen habe, einer der eine Kawa Z900 getestet hat. Dort kann man QS elektronisch ausschalten, gibt Symbol im Display. Der hat das nicht geschnallt und immer geschaltet ohne Kupplung und Gasanpassung mit ausgeschaltetem QS. Jedesmal fürchterlicher Knall aus dem Getriebe. Das schlimmste war dann, dass er den angeblichen QS noch gelobt hatte. Ja wer das so macht, wird innert kürzester Zeit eine Getrieberevision brauchen.
