DIY: Verstärkungsblech für Windschildhalterung der S/M1000R

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DIY: Verstärkungsblech für Windschildhalterung der S/M1000R

Beitragvon RealMagic » 20.07.2026, 00:10

Hallo zusammen,

ich habe an meiner M1000R eine kleine Optimierung vorgenommen, um die Stabilität des Windschilds zu verbessern.

Wer auf ein größeres Windschild umrüsten möchte, sollte sich meiner Meinung nach Gedanken über die Stabilität der Frontverkleidung machen. Ab etwa 150 km/h drückt der Fahrtwind die Frontverkleidung so weit nach hinten, dass das Windschild einen großen Teil seiner Wirkung verliert. Getestet wurden:
- Das Windschild von Wunderlich:
- Das Windschild von Puig
- Das Windschild von WRS

Letztendlich habe ich mich für das Windschild von WRS entschieden. Mir persönlich gefällt es am besten, weil es optisch dem Original am nächsten kommt, nur etwas größer ausfällt, schön die Kontur vom Scheinwerfer aufnimmt und zusätzlich im oberen Bereich eine ausgeprägtere Windabrisskante besitzt. Dadurch bietet es einen besseren Windschutz, ohne die originale Optik wesentlich zu verändern.

Aus diesem Grund habe ich mir Gedanken über eine einfache, aber wirkungsvolle Lösung gemacht und einen entsprechenden Verstärkungshalter konstruiert.

Das Ergebnis möchte ich euch hier vorstellen.

Zunächst einmal die Skizze des Werkstücks:
1.jpg


Anschließend musste die Frontverkleidung etwas freigeräumt werden, damit ich eine passgenaue Schablone anfertigen konnte.
IMG_0826.JPG

IMG_0828.JPG


Gesagt, getan. Die Schablone war schnell erstellt.
IMG_0833.JPG


Im nächsten Schritt habe ich die Ausschnitte für die Tachohalterung sowie den Tacho selbst eingearbeitet.
IMG_0835.JPG


Nachdem alle Ausschnitte fertig waren, habe ich die Bohrungen für die zusätzlichen Befestigungspunkte gesetzt und das Verstärkungsblech schwarz lackiert.

Außerdem habe ich die originalen, in den Kunststoff eingepressten Messinggewinde gegen durchgängige Gewindehülsen ausgetauscht. Unten 15mm und die eine oben 12,5mm. Die originalen Gewinde sind meiner Meinung nach eine Schwachstelle, da sie sehr leicht überdrehen. Bei meiner M1000R waren bereits zwei der drei Gewinde beschädigt. Dadurch ließ sich der Windschildhalter nur mit viel Aufwand und leider nicht ganz zerstörungsfrei demontieren.

Die originalen Kunststoffaufnahmen, in denen die Messinggewinde ab Werk sitzen, haben genau den passenden Durchmesser für 8-mm-Gewindehülsen (Gewinde ist M5) Der große Vorteil dieser Lösung ist, dass die Gewindehülsen nun durch das Verstärkungsblech hindurch direkt mit dem Windschildhalter verbunden sind und mit den originalen Schrauben weiterhin verwendetwerden können und es entsteht eine deutlich steifere und stabilere Konstruktion.
Zuletzt geändert von RealMagic am 20.07.2026, 01:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DIY: Verstärkungsblech für Windschildhalterung der M1000

Beitragvon RealMagic » 20.07.2026, 00:14

IMG_0838 - Kopie.JPG

IMG_0837.JPG

IMG_0839.JPG


Und hier noch im montierten Zustand
IMG_0844.JPG

IMG_0845.JPG
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Re: DIY: Verstärkungsblech für Windschildhalterung der M1000

Beitragvon RealMagic » 20.07.2026, 00:15

IMG_0846.JPG


Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag dem einen oder anderen weiterhelfen und auch einmal etwas zur Community beitragen, anstatt immer nur Fragen zu stellen.

Nachtrag
Materialliste:
- 1 Stück -> 20x20 2mm Alublech
- 3 Stück -> 30mm M5 Gewindehülsten (d=8mm)
- 1 Stück -> M5X6mm Schraube
- 12 Stück -> M5X8mm Schraube
- 13 Stück -> Unterlegscheibe
- 10 Stück -> M5 Muttern
- 1 Stück -> Schraubenkleber Mittelfest
- 1 Dose -> Sprühdose schwarz, wobei man das Teil auch eloxieren lassen kann.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen...
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Re: DIY: Verstärkungsblech für Windschildhalterung der S/M10

Beitragvon Meister Lampe » 20.07.2026, 11:40

Es gibt Sachen die keiner braucht , über 3 J. fahre ich jetzt die M1R und mit dem WRS Schild , bis 220 km/h kann ich entspannt damit fahren und reicht von A nach B über die Autobahn , ja die Scheibe wackelt schon mal , aber die Gummilagerung hält es ohne Probleme aus ... ;-)

Wenn du es verstärkst , entfällt die Wirkung der Antivibration durch die Gummilagerung , je steifer die Konstruktion , je eher die Risse gefahr , also keine Zulassung , warum wohl ... :?

Gruß aus der Werkstatt ... Bild
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Re: DIY: Verstärkungsblech für Windschildhalterung der S/M10

Beitragvon RealMagic » 20.07.2026, 14:13

Die Silentlagerung der Scheibe bleibt selbstverständlich erhalten. An der Aufnahme für´s Windschild wurde nichts verändert. Lediglich am Forntträger zum Motorrad, welche ab Werk kein Silentlagerung hat.
Wenn du von oben auf die Scheibe drückst, was der Fahrtwind macht, wirst du feststellen, dass die Kunststoffaufnahme im Bereich des Tachos beziehungsweise der Frontverkleidung deutlich nachgibt. Durch den Ausschnitt für den Tacho bleibt in der Mitte lediglich ein schmaler Kunststoffsteg übrig, auf den die Halterung mit einem erheblichen Hebel wirkt.
test.jpg


Fahr einmal 200 km/h und halte dabei die Hand aus dem Fenster. Dann bekommst du ein Gefühl dafür, welche Kräfte bei dieser Geschwindigkeit wirken. Genau diese Kräfte lasten auf einem sehr kleinen Kunststoffbereich, wodurch sich die Halterung zwangsläufig nach hinten durchbiegt.

Wenn dich das Problem nicht betrifft, ist das natürlich völlig in Ordnung. In meinem Fall lag das Windschild ab etwa 200 km/h bereits fast auf der Handyhalterung auf und konnte dadurch seine Funktion kaum noch erfüllen. Seit der Verstärkung passiert das nicht mehr.
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Re: DIY: Verstärkungsblech für Windschildhalterung der S/M10

Beitragvon Meister Lampe » 20.07.2026, 18:35

Und ... meine Scheibe und Halter machen das wofür sie gebaut sind , sie halten und die Scheibe gibt mir weiter guten Windschutz ... ;-) , selbst auf der Nordschleife ist sie Top und bedarf keine Nachbesserung ... 8)

Gruß Uwe Bild
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Re: DIY: Verstärkungsblech für Windschildhalterung der S/M10

Beitragvon driver001 » 21.07.2026, 10:59

Meister Lampe hat geschrieben:Und ... meine Scheibe und Halter machen das wofür sie gebaut sind , sie halten und die Scheibe gibt mir weiter guten Windschutz ... ;-) , selbst auf der Nordschleife ist sie Top und bedarf keine Nachbesserung ... 8)

Gruß Uwe Bild


@Meister Lampe
Warum immer so negativ eingestellt, sobald mal jemand hier eine Optimierung vorstellt? Ich finde es gut, wenn sich jemand Gedanken macht wie man was verbessern kann und es hier vorstellt. Aber scheint ja mittlerweile Mode zu sein, alles erstmal schlecht zu reden ....
Sich hinzustellen und behaupten, der Hersteller würde schon wissen was er macht ist ja auch nur die halbe Wahrheit, siehe die unzähligen Rückruf von BMW in den letzten Jahren. Hier gab es genügend Murks ab Werk!
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Re: DIY: Verstärkungsblech für Windschildhalterung der S/M10

Beitragvon Meister Lampe » 21.07.2026, 11:43

driver001 hat geschrieben:
@Meister Lampe
Warum immer so negativ eingestellt, sobald mal jemand hier eine Optimierung vorstellt?


Hast du es geprüft und weiß das es eine Optimierung ist , ich sehe das Gegenteil und Kritik ist erlaubt , zu steif das Teil , führt zu Bruch und ggf. weg fliegende Teile .
Warum hat es der Hersteller nicht gemacht , weil er die Bruchgefahr kennt ... ;-)

Gruß Uwe Bild
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Re: DIY: Verstärkungsblech für Windschildhalterung der S/M10

Beitragvon RealMagic » 21.07.2026, 19:10

Hallo Uwe,

natürlich ist konstruktive Kritik erlaubt und sogar willkommen. Ich kann deinen Gedankengang bezüglich der Silentlagerung nachvollziehen. Wenn man sich die Konstruktion jedoch genauer ansieht, stellt man fest, dass die Funktion der Silentlagerung der Windschildaufnahme weiterhin unverändert erhalten bleibt. Diese wird einfach wie gewohnt wieder mit den originalen Schrauben angeschraubt.

Aus meiner Sicht kann es auch nicht Sinn der Konstruktion sein, dass sich die Silentlagerung dess Windschilds bis zum Anschlag durchbiegt, WRS dann gleichzeitig vorausgesetzt, dass sich die Frontverkleidung zusätzlich so verformt, damit deren Windschild ausreichend stabilität hat. Das erscheint mir nicht schlüssig.

Ich habe die Lösung bereits getestet. Das Windschild bleibt genauso flexibel wie vorher, allerdings biegt sich der schmale Steg der Frontverkleidung jetzt nicht mehr durch. (siehe Foto mit dem roten Kätchen vom 20.07.2026, 14:13)

Eine Anmerkung noch zu deinem Einstieg: Formulierungen wie „Es gibt Sachen, die keiner braucht“ wirken auf den ersten Blick eher abwertend und wenig konstruktiv. Sachliche Kritik ist jederzeit willkommen, aber ein solcher Einstieg wird schnell negativ wahrgenommen.

Mein Beitrag richtet sich in erster Linie an diejenigen, die sich die Konstruktion genauer ansehen und erkennen, dass sich mit dieser Lösung die ungewollte Durchbiegung der Frontverkleidung verhindern lässt. Vielleicht ist die Lösung für den einen oder anderen interessant, um sie nachzubauen oder als Grundlage für eine eigene Optimierung zu nutzen.

Zum Vergleich: Bei meiner vorherigen S1000R war die Aufnahme des Windschilds trotz gleicher Materialstärke deutlich robuster ausgeführt. Wäre die untere Aufnahme beim aktuellen Modell etwas weiter unten positioniert und die Frontverkleidung an dieser Stelle stabiler konstruiert, würde sie unter der Last des größeren Windschilds vermutlich nicht so stark nachgeben, da der Hebel nicht so groß wäre.

Ich vermute daher, dass BMW bei der Auslegung eher das originale Windschild berücksichtigt hat. Dieses bietet deutlich weniger Angriffsfläche für den Fahrtwind, weshalb das Problem dort kaum oder gar nicht auftritt.
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