Batterie tot - aufwecken?

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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon Meister Lampe » 05.01.2026, 13:09

HappyABG hat geschrieben:
Meister Lampe hat geschrieben:Nachtigall ick hör dir trapsen ...

Was willst Du damit sagen??


Na , hatte ich nicht letzten geschrieben was nur Funktioniert ... ;-)

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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon HappyABG » 05.01.2026, 15:33

Meister Lampe hat geschrieben:hatte ich nicht letzten geschrieben was nur Funktioniert ... ;-)

Hatte/hab ich nicht mehr in Erinnerung. In diesem Thread jedenfalls nicht.

UPDATE: Nach dem Hinweis vom CTEK-Support
Die meisten Lithiumbatterien verfügen über ein Batteriemanagementsystem (BMS), das sich abschaltet, wenn die Spannung zu stark abfällt – typischerweise bei etwa 8–10?V. Bei 6,5?V ist das BMS mit hoher Wahrscheinlichkeit deaktiviert, was erklärt, warum die CS ONE die Batterie weder erkennen noch aufwecken kann.

und
Sie können versuchen, den Supply-Modus der CS ONE für kurze Zeit zu verwenden, um die Spannung über die BMS-Abschaltschwelle (≈8?V) anzuheben.

lässt sich die Batterie jetzt wohl wieder laden. Der sog. "Wake-Up" geht lt. Beschreibung ja nur 30 s lang und das hat wohl nicht gereicht. Hatte den "Supply-Modus" (ist eigentlich nur 12 V-Stromversorgung für längere Arbeiten am Motorrad) jetzt 2 Stunden lang dran und nach dem Umschalten auf "Laden" hat das Ladegerät die Batterie jetzt erkannt und lädt offensichtlich (ob's geklappt hat sehe ich dann morgen).

Alles etwas tricky und man muss wohl wissen dass es für LiPo-Akkus a) ein Batteriemanagementsystem gibt (zumindest die aktuell von BMW verbauten) und b) wann das einsetzt. Hatte auch mit dem Kundendienstmeister vom Händler telefoniert und der hat das mit dem Batteriemanagementsystem indirekt bestätigt.

Für die Lenkersperre hat übrigens der "Supply"-Modus gereicht um die rauszunehmen.

Als nächstes werde ich jedenfalls mal den Ruhestrom messen. Und in Zukunft im Winter nach jeweils spätestens 4 Wochen die Batterie checken. Die von mir installierte USB-Steckdose zeigt bei Bedarf ja die Spannung an sodaß ich nicht mal die Sitzbank runtermachen muss.
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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon Stratos-Schorsch » 05.01.2026, 16:14

Wo hast du denn die USB-Steckdose abngeklemmt?

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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon HappyABG » 05.01.2026, 16:36

Stratos-Schorsch hat geschrieben:Wo hast du denn die USB-Steckdose abngeklemmt?

Direkt an die Batterie (natürlich abgesichert). Brauch vorne sowieso Strom für meine Hupe. Und für PD reicht der Strom vom Navi-Anschluss eher nicht (für die Hupe schon 2x nicht; Navi hängt da aber dran).
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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon Stratos-Schorsch » 05.01.2026, 17:16

Abgesichert ist das eine, aber abschaltbar sollte der USB-Anschluss sein, der zieht auch ohne angeschlossenem Verbraucher die Batterie leer.

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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon HappyABG » 05.01.2026, 19:29

Stratos-Schorsch hat geschrieben:abschaltbar sollte der USB-Anschluss sein, der zieht auch ohne angeschlossenem Verbraucher die Batterie leer.

Schon klar und deshalb selbstverständlich abschaltbar. Brauch ich eh nur in Ausnahmefällen (wenn ich mal vergessen habe das Smartphone zu laden und ich das unterwegs brauche). Trotzdem werde ich morgen sicherheitshalber noch den Ruhestrom messen (Batterie ist mittlerweile wohl geladen), weil mich die Entladung nach 2 Monaten schon schockiert hat :(
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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon HappyABG » 15.01.2026, 16:51

So, neues von der Front ...

Nach dem "Aufwecken" der Batterie vor 1,5 Wochen und anschließendem Laden ließ sich das Mopped ja starten. Anfang dieser Woche tat sich dann beim Versuch, die Zündung einzuschalten wieder gar nichts; Batteriespannung bei 0,5 V :( . Aufwecken mit meinem Ladegerät ging auch nicht mehr und um in die Werkstatt zu kommen blieb mir gestern dann nichts anderes übrig als mir Starthilfe vom Auto zu holen. Auf der Fahrt zur Werkstatt (15 km) hab ich Blut und Wasser geschwitzt dass ich mein Mopped nicht versehentlich abwürge und es dann nicht mehr anspringt. Ist mir dann aber trotzdem passiert, aber der unmittelbar darauf folgende Startversuch war erfolgreich. Auch vor der Werkstatt sprang das Mopped sofort an, genauso wie bei den (lt. Kundendienstmeister) 8 Startversuchen danach in der Werkstatt .

Der Meister hat mir dann den Hintergrund der Geschichte verraten: seit 2023 haben die von BMW verbauten Li-Akkus ein Batteriemanagementsystem, das bei Unterspannung die Batterie abschaltet. Wiederbeleben lässt sie sich wohl durch eine Starthilfe. ABER: diese Abschaltung funktioniert lt. Werksinformation genau 10x und danach ist Schicht im Schacht! Sprich lässt sich danach (angeblich) nicht wieder reaktivieren. Erfahrungen dazu liegen der Werkstatt bisher noch nicht vor weil das ja erst seit gut 2 Jahren so ist.

Fazit: ich werde meine Batterie im Winter durchgehend ans Ladegerät hängen (Erhaltungsladung) und wenn ich zwischendurch bei wärmeren Wetter mal fahren will dann muß ich halt die 5 min opfern um die Batterie wieder anzuklemmen. Kann ich jedem mit Li-Batterien neueren Datum auch nur empfehlen.

Warum die Batterie meiner ehemaligen RR da keine Probleme machte liegt einfach daran dass die Batterie von 2020 war.
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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon Meister Lampe » 15.01.2026, 19:19

HappyABG hat geschrieben:
Fazit: ich werde meine Batterie im Winter durchgehend ans Ladegerät hängen (Erhaltungsladung) und wenn ich zwischendurch bei wärmeren Wetter mal fahren will dann muß ich halt die 5 min opfern um die Batterie wieder anzuklemmen. Kann ich jedem mit Li-Batterien neueren Datum auch nur empfehlen.



Kann ich nicht empfehlen , denn es gibt reichlich M1000R da hält die Batterie den ganzen Winter ohne nachladen und springt nach 3 Monaten locker an .

Du hast einfach zuviel gebastelt am Moped ... :P

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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon Stratos-Schorsch » 15.01.2026, 19:56

Meine RR mit gleicher Batterie sprang nach einem Jahr Standzeit auch ohne Probleme an (wer bietet mehr :D ).

Richtig ist, das die Batterie nach Unterspannung ca. 11 Volt (+/- 0,5 V) in den Ruhemodus/Schutzmodus springt (ca. 1,5 V) und nur mit Fremdspannung aufgeweckt werden kann.

Ruhestrom messen nach Canbusabschaltung bringt Klarheit, ob die Batterie oder nicht abgeschaltete Verbraucher in Betracht kommen.

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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon Jürgen69 » 15.01.2026, 20:11

Ich vermute das du irgendwo einen Stromverbraucher hast oder die Batterie hat nen defekt, warum soll sonst die Batterie leer werden? scratch
Wenn das normal wäre hätten ja alle das Problem.
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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon HappyABG » 15.01.2026, 21:33

Stratos-Schorsch hat geschrieben:Ruhestrom messen nach Canbusabschaltung bringt Klarheit, ob die Batterie oder nicht abgeschaltete Verbraucher in Betracht kommen.

Die Werkstatt hat das überprüft und für ok befunden. Deckt sich auch mit meiner eigenen Messung. Mutmaßungen über Basteleien sind jedenfalls nicht zutreffend.

Jürgen69 hat geschrieben:oder die Batterie hat nen defekt, warum soll sonst die Batterie leer werden?

Bedienungsanleitung sagt (S. 202):
Bei Fahrpausen von mehr als 4 Wochen: Ladeerhaltungsgerät an die Batterie anschließen.

Nach 2 Monaten Standzeit verstehe ich das ja noch, aber nicht 1,5 Wochen nach dem letzten Laden :( .

Letztendlich wollte ich hier aber nur Details über das eingebaute Management der Batterie kundtun.
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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon RolandG » 15.01.2026, 23:43

Ich bin eigentlich nicht überrascht geistert doch sehr viel Halbwissen durch Foren, hört und liest man ja jedes Jahr von den gleichen Problemen. :|

Eines Mal vorweg:

Die momentane mögliche Kapazität einer Batterie und der momentane Ladezustand bestimmen den Gesamtzustand einer Batterie. Soll heißen nur eine vollgeladene Batterie hält auch am längsten durch das ist nun mal fakt. Und eine Spannungsmessung sagt über die Kapazität einer Batterie nicht wirklich was aus.

Grundsätzlich altert jeder Akku und verliert über die Zeit auch an Kapazität (auch bei nichtbenutzen)
Durch falsche Anwendung zb. häufige Entladungen/Überladen, oder gar nicht Laden verringert sich auch erheblich die Nennkapazität bzw. die Lebensdauer des Akkus. Sehr kalte Temperaturen verringern aufgrund der Verlangsamung der elektrochemischen Reaktionen auch die Kapazität. Und genau dies ist auch der Grund (bei falscher Behandlung) warum die meisten Akkus im bzw. nach dem Winter die grätsche machen.

Wird ein Akku über einen längeren Zeitraum nicht benutzt tritt eine Sulfatation ein, dies ist eine übermäßige Ansammlung von Bleisulfatkristallen (Salze) die sehr träge in der Reaktion und damit sehr schlecht abbaubar sind, Folge Kapazitätsverlust.

Bei Lithium-Ionen-LFP Akkus:

Eine Starthilfe der Batterie bei einer Tiefenentladung sollte man unbedingt vermeiden. Hier wird ein sehr hoher Strom in die leere Batterie abgegeben der die entladenen Zellen durchaus beschädigen kann. Am besten die leere Batterie (abklemmen oder Ausbau) und mit einem geeigneten Lithium-Ionen-LFP Ladegerät (zb. Optimate ect.) auch Laden. Man sollte Wissen das diese Batterien auch keine kälte mögen.

Eine Lithium Batterie hat zwar eine geringere Selbstentladung aber nur mit einer vollgeladenen Batterie hat man auch am längsten Spaß.

Wer sein Mopped längere Zeit nicht bewegt sollte ca. alle 4 Wochen seine Batterie für 3-4Tage ans Ladegerät hängen, auch hier gilt weniger ist manchmal mehr. ;-)
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Re: Batterie tot - aufwecken?

Beitragvon HappyABG » 16.01.2026, 06:56

RolandG hat geschrieben:Bei Lithium-Ionen-LFP Akkus:

Eine Starthilfe der Batterie bei einer Tiefenentladung sollte man unbedingt vermeiden. Hier wird ein sehr hoher Strom in die leere Batterie abgegeben der die entladenen Zellen durchaus beschädigen kann. Am besten die leere Batterie (abklemmen oder Ausbau) und mit einem geeigneten Lithium-Ionen-LFP Ladegerät (zb. Optimate ect.) auch Laden.

Danke erstmal für die ausführliche Aufklärung. Trifft was die Li-Akkus angeht nur leider nicht die aktuelle Lage, derzufolge Li-Batterien neueren Datums von BMW mit einem Batteriemanagement-System ausgestattet sind die eine Tiefentladung verhindern, durch die damit verbundene Abschaltung aber auch eine Spannungsmessung sinnlos machen. Und für das Wieder-Aufwecken u.U. nicht auf ein angeschlossene Ladegerät reagieren, sondern offensichtlich genau den hohen Strom einer Starthilfe benötigen - die Batterie ist durch das Batteriemanagement-System de facto ja nicht tiefentladen (weil sie sich vorher abgeschaltet hat). Keine Ahnung ob ein Optimate so eine Abschaltung rückgängig machen kann, mein CTEK ONE kann es leider nicht. Gibt dafür zwar eine eigene Funktion, die Ladespannung für ca. 30 s anlegt, aber das scheint nicht zu reichen. "Normales" Laden geht bei dem Gerät leider nicht weil das eine automatische Polaritätserkennung hat, die per BMS abgeschaltete Batterie aber nicht findet und deshalb den Ladevorgang nicht startet.
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